Martina Kolarek    
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29. August bis 2. September 2023: Erde bauen, werden, sein

Kompost Triptychon: Illustration und Gravur Jade Dreyfuss, Text Martina Kolarek


Fotos: Katharina Geist

An den Tagen der offenen Böden feiern wir die Bodenlebewesen als Grundlage allen Lebens in der Stadt. Die 2. Open Soil Days waren der Bodenarchitektur gewidmet. In unserer neuen Kompoststation bauten wir gemeinsam einen Heißkompost auf. Basierend auf diesen Erfahrungen entwickelten drei Tänzer*innen, eine Sänger*in, eine Philosoph*in, eine Performer*in und Studierende der Fachklasse Neue Medien künstlerische Arbeiten, die am letzten Tag gezeigt wurden.

Die 2. Tage der offenen Böden fanden in der Floating University statt, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Das Kompost Triptychon wurde von der Deutschen Postcode Lotterie im Rahmen des Projektes Komposttempel unterstützt.


30. Juni bis 2. Juli 2023: 3 Tage Kompost-Retreat im rauhen Waldviertel



Im Sommer gab´s dann wieder den beliebten Kompost-Retreat in der GEA Akademie: drei Tage Theorie und Praxis mit gutem Essen, lieben Menschen und viel Ruhe im rauhen und blühenden Waldviertel. Es war wie immer ein Erlebnis und da diesmal der Kompost vom letzten Jahr auch noch dalag, konnten wir uns mit unseren Sinnen selbst von der Qualität der neuen Gartenerde überzeugen.


17. und 24. Juni 2023: Neuer Workshop Strahlende Pilze

Foto: Katharina Geist


Strahlenpilze aka Actinobakterien sind zarte Mischwesen zwischen Bakterien und Pilzen. In offenen Böden leisten sie Schwerstarbeit, um aus organischen Reststoffen neuen Humus zu bilden. Am ersten Tag bauten wir einen Heißkompost auf, damit wir uns am zweiten Tag intensiv den Strahlenpilzen widmen konnten: Was machen sie genau und wie sehen sie aus? Warum werden sie nur manchmal sichtbar und verschwinden dann wieder? Und warum können wir sie trotzdem so gut riechen?

Der Workshop fand im Rahmen des von Berit Fischer kuratierten Programms (Re-)Gaining Ecological Futures statt und wurde von der Stiftung Kunstfonds im Programm Neustart Kultur gefördert.


3. Juni 2023: Kompostieren beim Klanglandschaften Festival in Hobrechtsfelde

Foto: Ofek Haim


Mit seinem Stück Xylobiont - vom Holz lebend - entführte uns John Eckhardt beim Festival für Neue Musik und Natur in klingende Wälder und unbekannte Gefilde. Wir brachten sie anschließend mit unserer Kompostkomposition zum Schwingen.


28. und 29. April 2023: Ein Berg wird geboren: Soil Care & Practice

Foto: Marco Clausen



In der neu eröffneten spore initiative tauschten wir uns mit dem Colectivo Suumil Móokt'aan aus Yucatán/Mexiko über unsere Beziehungen zu Böden, bewährte Kompostpraktiken, indigenem und wissenschaftlichem Wissen aus. Und siehe da: kaum Unterschiede! Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die biologische Heißkompostierung verbindet die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit bewährten Kompostpraktiken aus aller Welt.
SOIL CARE PRACTICE
SOIL CARE
Artikel in der taz


August 2022 bis Februar 2023: Planung, Design und Bau einer urbanen Kompoststation


Fotos 1 und 2: Lorène Goesele Blanche


Je poröser ein Boden ist, umso besser kann er den Pflanzen Wasser, Luft und Nährstoffe zur Verfügung stellen und den Bodenlebewesen Lebensraum und Nahrung bieten.

An der Floating University in Berlin baute DIE BODEN SCHAFFT mit jungen Architektinnen und Studierenden eine Kompost Station, die zum Sammeln, Mischen und Verweilen einlädt. Die Einrichtung bestehend aus modularen Sammelbehältern, einer Betonmischmaschine und einer Schuttrutsche symbolisiert, dass es bei der Kompostierung weder um Nährstoffmobilisierung noch um die Festlegung von Kohlenstoff geht, sondern um die Schaffung neuen Wohnraums für unsere unterirdischen Mitbewohner*innen.

Der Bau wurde von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert.


2. Juli und 22. Oktober 2022: Heißkompostierung für Kompostprofis

Fotos: Karin


Der Garten der Begegnung ist eine wahre Oase im Steinmeer Marzahns. Inhaltlich widmet er sich dem ökologischen und biologischen Gärtnern, nachhaltigem Bauen und sparsamer Ressourcennutzung. Seit 2007 wird hier unter professioneller Leitung Gartenkompost in großen Mengen und hervorragender Qualität hergestellt. Aber es gibt Probleme mit Ratten. Ratten sind in der Stadt zwar überall, aber wenn ein Kompost in der Nähe ist, wird er gerne dafür verantwortlich gemacht. Zuerst haben wir den Gartenkompost rattensicher gemacht und dann einen Heißkompost aufgebaut. Durch den Entzug der Nahrungsquelle und den schnelleren Umsatz sollen sich die Ratten nicht mehr so gerne im Garten aufhalten können.


16.-19. September 2022: Einen Heißkompost für unseren österreichischen Bundespräsidentschaftskandidaten!




Kompostieren macht sogar bei Regen Spaß! Das bewiesen 14 hochmotivierte Teilnehmer:innen, die auch in diesem Jahr einen großen Heißkompost im Garten der GEA Akademie aufbauten. Die Hälfte der Teilnehmer:innen blieb sogar noch einen Tag länger, um die Qualität ihrer Böden selbst zu testen.

Wir drücken die Daumen für die Wahl zum Bundespräsidenten, Heini! Und danke, dass Du Dir diesen Schuh auch noch anziehst!


25.und 26. Juni 2022: Hot Compost Choir in den Uferstudios




Singen ist ein wundervoller Weg sich mit den Räumen in und um uns zu verbinden. Beim Hot Compost Choir entwickeln die Mit-Sänger:innen unter Anleitung von Ela Spalding und einer von Martina Kolarek gemalten 6 Meter langen Partitur den Kompostprozess zu einem vielstimmigen und einzigartigen kollektiven Klangerlebnis. Der Heißkompost Chor wurde von Martina Kolarek und Ela Spalding in den Heizhaus Uferstudios entwickelt.

Singing is a wonderful way to connect with the spaces within and around us. In the Hot Compost Choir, with guidance from Ela Spalding and a painted 20-foot score by Martina Kolarek, singers develop the hot composting process into a multi-voiced and unique collective sound experience. The Hot Compost Choir was developed in collaboration with Ela Spalding and the participants at Heizhaus Uferstudios.


12. Juni 2022: In Earth

Illustration: Jade Dreyfuss, Layout: Roman Karrer, Fotos: Katharina Geist


Die Tage der offenen Böden sind Festivals für ein in lebendige Prozesse eingebettetes und verkörpertes Wissen mit dem Mehr-als-menschlichen. An dem ersten Open Soil Day an der Floating University diskutierten wir die Ergebnisse unserer Bodenanalyse und boten unseren Besucher:innen die Gelegenheit, über ihre Sinne mit den unterschiedlichen Böden vor Ort in Kontakt zu treten. Sie konnten sie in ihrer ganzen Komplexität erfahren: ihre Strukturen fühlen, ihren Atem riechen und ihre Lebendigkeit genießen. Es war ein großes Fest – für die Sinne und für die Böden!

Open Soil Days are festivals for in living processes embedded and embodied knowledges with the more-than-human. At the first Open Soil Day we presented and discussed the results of our soil analysis and offered our visitors the opportunity to get in touch with different soils on site. They could feel their structures, smell them breathing and enjoy their liveliness. It was a great day – for our senses and the soils!

Programm

Gefördert von Spartenoffene Förderung für Festivals und Reihen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Projekts Natureculture Pedagogies.


21. und 25. Mai 2022: Neuer Workshop Flourishing Biodiversity

Fotos: Lorène Goesele Blanche


In Flourishing Biodiversity lassen Berit Fischer und Martina Kolarek die Biodiversität gedeihen und experimentieren mit Methoden, wie ein inklusives und sinnliches Bewusstsein für unsere Bodenorganismen entwickelt werden kann. Der zweiteilige Workshop wurde gemeinsam mit Berit Fischer und ihrem Radical Empathy Lab an der Floating University entwickelt.

In Flourishing Biodiversity, Berit Fischer and Martina Kolarek are experimenting with methods for developing an inclusive and sensory awareness for our fellow soil organisms. The two-part workshop was developed in collaboration with Berit Fischer and her Radical Empathy Lab at Floating University.

Flourishing Biodiversity


16.-20. Mai 2022: Die Transformation

Foto: Juliane Haslauer


In braven Zweierreihen kamen sie zu uns. Als wilder Tausendfüßler verließen sie uns wieder. Was dazwischen passiert ist? Wir wissen es nicht. Lasst es Euch selber erzählen! Von den vier dritten Klassen der Reinhardswald Grundschule in Berlin-Kreuzberg.

Gefördert von Spartenoffene Förderung für Festivals und Reihen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Projekts Natureculture Pedagogies.


November 2021: Ergebnisse der Bodenanalyse am Regenrückhaltebecken des Tempelhofer Flughafens (FLOATING WEB)




DIE BODEN SCHAFFT hat für den Floating e.V. das erste OPEN SOIL LAB aufgebaut. Mit Mikroskopen, Kameras und einfachen Analysemethoden können Bodenaktivität und Diversität vor Ort selbst gemessen, erlebt und archiviert werden. Zusätzlich haben wir Bodenproben rund um das Regenrückhaltebecken, im Becken und im Kompost genommen und in einem akkreditierten Laboratorium auf ausgewählte Schadstoffe untersuchen lassen.

Glücklicherweise sind die Böden am Standort nicht so stark schadstoffbelastet wie vermutet: Ergebnisse der Bodenanalyse. Die Schadstoffkonzentrationen der Böden rund um das Regenrückhaltebecken liegen unter den in Deutschland geltenden Maßnahmewerten. Über den Maßnahmewerten für Kinderspielflächen und Nutzpflanzen liegt allein der Bleigehalt des vom Tempelhofer Flughafengebäude angeschwemmten Schlammes.

Allerdings ist der Gehalt an polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Schlamm und in manchen Böden der umliegenden Gärten ebenfalls hoch. Diese gefährlichen organischen Verbindungen sind schwer abbaubar und können sich in Körpern und Böden anreichern. Die Schadstoffgehalte des Komposts liegen weit unter denen der umliegenden Böden.

Das Open Soil Lab wird für weitere Erkundungen gemeinsam mit Anrainer:innen, Gärtner:innen und Vereinsmitgliedern genutzt.

Das Projekt wurde von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert.


25. September 2021: Neuer Workshop Ich seh´, ich seh´, was Du nicht siehst


Foto Lorène Blanche Goesele


Was tummeln sich für Tiere im Regenrückhaltebecken des Tempelhofer Feldes und was brauchen sie, um hier leben zu können? Und wie können wir feststellen, ob es ihnen gut geht?

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert.


Juni bis November 2021: FLOATING WEB: Water_Earth_Biodiversity

Foto Victoria Tomaschko (floating architecture 2018)


Wasser, Schlamm und Boden rund um das Regenrückhaltebecken des Tempelhofer Feldes gelten als schadstoffbelastet und verschmutzt. Seit 2018 macht der Floating e.V. diesen Standort mit seiner temporären Architektur und einem einzigartigen Lernprogramm für NaturenKulturen der Öffentlichkeit zugänglich.

In dem Projekt FLOATING WEB baut DIE BODEN SCHAFFT eine Analyseinfrastruktur auf, damit sich die Mitglieder und Anrainer*innen selbst ein Bild vom Zustand des Bodens und der Biodiversität auf dem Gelände machen können. In mehreren Workshops vermitteln wir, wie Laboranalysen zu interpretieren sind und mit welchem Design die Situation der Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere vor Ort verbessert werden kann.

FLOATING WEB ist ein öffentlicher Analyse- und Designprozess mit Vereinsmitgliedern und Nachbar*innen zur Erforschung der Schadstoffbelastung und Entwicklung einfacher Infrastrukturen, um die Biodiversität am Standort zu erhöhen. *** FLOATING WEB is a public Water_Earth_Biodiversity analysing & designing process with association members and neighbours to investigate the contaminations on site with the objective to increase biodiversity in and around the rainwater retention basin of the Tempelhofer Feld in the center of Berlin.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert.


27. und 28. Juli: Neuer Workshop compostAethics


Foto Winfried Kostka


Nein, das sind keine Coronaviren, sondern Algen in meinem Kompost unter Winfrieds Mikroskop. Denn beim Kompostieren geht es nicht ums Abbauen toter, sondern insbesondere ums Um- und Aufbauen neuer, lebendiger Strukturen für eine ökologische Zukunft.

In dem Workshop compostAethics können Teilnehmer*innen ihre körperlichen Erfahrungen in eine neue Ethik des Kompostierens übersetzen. Denn in Zeiten schwindender Böden und gefährdeter Diversitäten brauchen wir eine neue Ethik, die mit dem Blick auf Vielfalt unsere heutige Natur-Kultur-Beziehung in Frage stellt.

Der Workshop fand im Rahmen des von Berit Fischer kuratierten Programms (Re-)Gaining Ecological Futures statt und wurde von der Stiftung Kunstfonds, Neustart Kultur und Draussenstadt gefördert.


17. Juli: Kompostieren auf dem Gelände der ehemaligen Hefefabrik in Görlitz




“RABRYKA ist eine Plattform in Görlitz, an der gemeinschaftsorientierte Stadtentwicklung erforschbar, vorstellbar, begreifbar und umsetzbar wird.“
Stadtteilgarten Zusammen.Wachsen


9.-11. Juli 2021: Komposturlaub im Waldviertel




3 Tage Wohlfühlprogramm mit gutem Essen, guten Betten, entspannender Gartenarbeit und guter Gesellschaft in der GEA-Akademie. Wir haben gemeinsam einen Heißkompost aufgebaut und gestaltet. Und die Teilnehmer*innen haben alles erfahren, was sie über Boden und Kompost wissen wollten. Ich freu mich schon auf´s nächste Jahr!


21. Juni 2021: Allmende Aquarelle


Foto Kirsten Kötter


In 48 Stunden hat die Künstlerin Kirsten Kötter ein Pilznetz in Neukölln gesponnen, über das sich schnell auf die zarten Aquarelle verlinken lässt, die sie bei uns im Allmende Garten gemalt hat: Allmende-Gitarrist und Allmende-Erasmus


August 2020 - Mai 2021: Share our quiet




Während Geräusche gehört und gemessen werden können, scheint es keine Möglichkeit zu geben, die "Stille" zu quantifizieren, die sich dem Lärm um ein Virus und seine Folgen wie engstirnigem Sektierertum, gesellschaftlicher Spaltung und Nationalismus widersetzt. Es ist wichtig, die Stille der Künstler*innen wahrzunehmen - entweder weil sie sich bewusst nicht zu den aktuellen Entwicklungen äußern wollen oder es bedingt durch die Maßnahmen nicht können. Es wird daher ein Raum benötigt, der die Stille als aktive politische Kritik an diesem Moment hält.

Um diesen Raum zu nähren, initiierte die indische Künstlerin Pallavi Paul im Rahmen des Programms (Re-)Gaining Ecological Futures an der Floating U, kuratiert von Berit Fischer und gefördert von Stiftung Kunstfonds/Neustart Kultur und Draussenstadt. Sie lud dazu ein, 10-20 Sekunden lange Aufnahmen von „Stille“ zu teilen. „Stille“ ist hier nicht eine beschauliche Pause von der Welt, sondern eine Markierung des stürmischen Aufruhrs, in dem wir uns befinden.

Share your Quiet by Pallavi Paul


7. März 2021: Letzte Rettung




Für viele Berliner*innen ist das Tempelhofer Feld aktuell die einzige Möglichkeit, sich mit dem nötigen Abstand im Freien zu bewegen und der Enge des Großstadtlebens zu entfliehen. 2014 haben sie sich gegen die Bebauung des ehemaligen Flughafens und für die Tempelhofer Freiheit entschieden.

Auch 2021 strömen noch tausende Menschen täglich auf das ehemalige Flugfeld und für viele ist es der einzige Kontakt mit Sonne, Luft, Boden und anderen Lebewesen in Zeiten von Corona. Das spendet Trost und ist enorm wichtig für´s Immunsystem. Denn der regelmäßige Kontakt mit harmlosen Mikroben macht uns widerstandsfähiger gegenüber Krankheitserregern und Umweltgiften.


19. November 2020: Wilde Prosa

Die Schriftstellerin Sela Miller hat sich im Anschluss an unser Kompostseminar mit dem künstlerischen und naturwissenschaftlichen Vermächtnis von Annie Francé-Harrar und dem Unterschied zwischen Nähr- und Dauerhumus befasst: Wilde Prosa bei der Blogparade #femaleheritage der Münchner Stadtbibliothek Monacensia.


3.-5. und 6.-8. Juli 2020: GEniAl - DA IST DER WURM DRIN!




Die Kunst des Kompostierens konnte in diesem Jahr in zwei Workshops an der GEA-Akademie in Österreich erlernt werden. Wenn wissenschaftliche Theorie und künstlerische Praxis im unternehmerischen Umfeld aufeinandertreffen, kann Qualität und Vielfalt wachsen. In diesem Jahr wurde unser Kompostieren im Garten von Flöten- oder Akkordeonklängen begleitet. Hier die sehr anschauliche Schilderung des Workshops durch eine Teilnehmerin.


21. Juni 2020: Komposternte im Allmende Garten




In diesem Jahr lag der Kompost wegen Corona etwas länger als sonst. Seit September hat er sich in beste, feinste Komposterde verwandelt. Im letzten Jahr haben wir im Allmende Garten erstmals so viel Komposterde selbst hergestellt, dass alle Beete damit versorgt werden können. Und unsere Ernte wurde in diesem Jahr von Querbeet musikalisch begleitet.


21. Juni 2020: Touch me, I´m hot! ERDFEST - ein Fest der Sinne im Allmende Garten




Wie fühlt sich so ein Heißkompost an? Was ist der Unterschied zwischen einer Heißkompostierung und einer Vergärung und Verbrennung? Können wir den Unterschied spüren?
Zum diesjährigen Erdfest kamen auch Gäste von außen, um sich von der lebendigen Energie und Vielfalt eines Heißkomposts zu überzeugen. Denn die wertvollen Ressourcen werden mit dem neuen Abfallwirtschaftsgesetz 2020-2030 in Berlin weiterhin vernichtet.
ERDFEST 2020


14. Juni 2020: Endlich wieder Komposttag im Allmende Garten!




Nach der Großen Isolation haben sich alle gefreut, wieder einmal etwas gemeinsam unternehmen zu können. In gebührendem Abstand bauten wir unseren ersten Heißkompost in diesem Jahr auf.


13. Mai 2020: DIE BODEN SCHAFFT nimmt Stellung zum Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 des Berliner Senats




Der Berliner Senat bleibt mit dem neuen Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 seiner Strategie treu und verbrennt Bioabfälle lieber als sie zu kompostieren. Damit werden weiterhin wichtige Ressourcen zur Neubildung von Humus für die nachkommenden Generationen unwiederbringlich vernichtet. Das schadet nicht nur dem Boden und dem Grundwasser, sondern auch der Artenvielfalt und dem Klima, wenn man richtig rechnet.

Alle von uns fleißig in der Biotonne gesammelten Bioabfälle werden in der Hauptstadt nicht mehr zu Kompost verarbeitet, sondern wandern schnurstracks in die Biogasanlage der BSR. Dort werden sie vergärt und das Biogas für den Betrieb der Müllfahrzeugflotte verbrannt. Der flüssige Rest wird zusätzlich zu der Gülle aus der Massentierhaltung rund um Berlin auf die Äcker gespritzt (was aber wegen der hohen Konzentrationen an Nitrat im Grundwasser nicht mehr so einfach ist) und der Feststoffanteil getrocknet und als Kompost verkauft.

Doch getrocknete Gärreste sind kein Kompost. Durch die Gärung gehen wichtige Nähr- und insbesondere Strukturstoffe unwiederbringlich verloren. Sie können nicht mehr zu vollwertigem Humus umgebaut werden. Das heißt, die Böden können wichtige Funktionen wie Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffspeicherung nicht mehr ausreichend wahrnehmen und die meisten Bodentiere verlieren ihre Nahrung und ihren Lebensraum. Mit solchen Böden hilft auch kein Bäume gießen in der Stadt mehr.

Wäre das nicht schon schlimm genug, umgeht der Senat mit dieser Abfallpolitik auch noch die Vorgaben der Europäischen Union. Diese besagen, dass ein stoffliches Recycling einer energetischen Verwertung in jedem Falle vorzuziehen ist. Das heißt: zuerst kompostieren und nur das, was nicht kompostierbar ist, vergären, und nicht umgekehrt.

Das Gesetz wurde am 12. Mai 2020 dem Abgeordnetenhaus zur Abstimmung übergeben.
Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030


19. März 2020: Desinfektionsmittel töten nicht nur Coronaviren, sondern auch Billionen andere Lebewesen, die uns davor schützen können

Foto Winfried Kostka


Mit dem Bekanntwerden der Coronakrise waren Desinfektionsmittel binnen kürzester Zeit vom Markt verschwunden. Die Angst vor dem Virus kaufte die Vorräte schnell auf. Die Anwendung von Desinfektionsmitteln in Haushalten ist jedoch schädlich und kann sogar gefährlich werden!

In jedem Haushalt befinden sich viele Milliarden Viren, Bakterien, Pilze und Einzeller. Allein auf dem Wischmopp tummeln sich eine Milliarde Bakterien und auf dem Wischlappen in der Küche viel mehr als in einem Mülleimer oder auf der Klobrille. Doch die meisten bemerken wir nicht, weil unser Immunsystem gut auf sie eingestellt ist und wir ihre Leistungen für selbstverständlich halten: zum Beispiel bauen sie unsichtbar und geruchsfrei Schadstoffe für uns ab oder fressen vorhandene Viren einfach auf.

Die Anwendung von Desinfektionsmitteln in Haushalten ist nur dann sinnvoll, wenn Kranke in ihnen leben. Deshalb sind Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf Desinfektionsmittel angewiesen. Wenn gesunde Menschen Desinfektionsmittel auf ihrer Haut oder zu Hause anwenden, wird das natürliche Mikrobiom zerstört, das sie eigentlich vor Krankheitserregern schützen soll. Wenn Viren kein Widerstand mehr entgegen gebracht wird, können sie sich erst recht ausbreiten und im schlimmsten Falle bilden sich resistente Keime.

Gegen Coronaviren reicht die Reinigung mit Seifen und Tensiden in den üblichen Haushaltsmitteln und -mengen absolut aus.


7. März 2020: Launch des Digitalen Archives Climate Care by Floating




Climate Care - A Curriculum for Urban Practice was a 10 day public programme that explored correlations between environment, urban practice and education for climate challenges. Climate Care brings the affirmative attitude of care discourse into climate topics, tackling not only environmental issues, but caring for the entangled social, political and economic climates that surround us today. Taking on the site and situation in the water basin as a starting point, the newly formed Floating e.V. focused on environmental awareness through caring for relationships, situations and the places in which technologies, ecologies and humans meet. A diverse programme invited the wider public to inhabit the site by making and being together, forming lasting human and non-human bonds.

The online repository archives the activities that inhabited the basin through images, videos and text documentation: from hot-compost-making, experimenting with bio-materials, the baking of urban hives, weather writing or “tuning-in” methods, reading aloud and looking at care on a planetary scale (Floating e.V., 2020).
Digitales Archiv Climate Care und Anleitung bei Bedarf


7. Februar 2020: Citizen Science Pavillon auf dem Campus der Technischen Universität Berlin



Studierende der TU Berlin haben ein Konzept entwickelt, wie Forschung zukünftig aussehen müsste, damit Probleme gelöst werden können und welche Themen für eine alternative nachhaltige Wissenschaft wichtig sind:
"Migration, gentrification, inequality and isolation are one of the multitude existential challenges that our societies are faced with. To change the perspective towards an alternative sustainable future, it is necessary that social cohesion is approached in an interdisciplinary way. Our investigation of the Campus Charlottenburg proposes to read the different actors and disciplines involved in the process of social cohesion around three themes: learning from nature, strengthening communties and alternate economic model. Better network, communication and understanding are crucial. The Citizen Science Pavilion will be a medium for them and a new gateway to the city."

Mal sehen, ob sich das Präsidium der TU den Vorschlägen anschließt: social cohesion for alternative sustainable futures


22. Januar 2020: Start der Aktion KOMPOSTIEREN GEGEN DEN KLIMAWANDEL!




Wer kompostiert, bindet Kohlenstoffdioxid, Nähr- und Spurenstoffe im Boden und baut Nahrung und Wohnraum für alle Lebewesen auf. Das trifft auf fermentierende, vergärende, verbrennende oder pyrolysierende Verfahren nicht zu. Jede*r kann sich entscheiden: demonstrieren oder kompostieren; kompostieren oder konsumieren.
2020 hat DIE BODEN SCHAFFT die Aktion KOMPOSTIEREN GEGEN DEN KLIMAWANDEL! ins Leben gerufen. Mach mit!


5. Januar 2020: Neujahrsempfang im Allmendegarten am Tempelhofer Feld




Auf ein gutes und spritziges Gartenjahr 2020!


15. Dezember 2019: 99 Jahre Kompostproduktion in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz




Das Gärtnern in Plastiktüten gehört auf dem Moritzplatz der Vergangenheit an. Ab 2020 möchte der Prinzessinnengarten Kreuzberg mit dem Boden und seinen Nachbar*innen in einen neuen Kontakt treten. Was ist beim Umstieg auf ein lebendiges Umfeld zu beachten und was muss passieren, damit es bereits im Frühjahr 2020 neuen Boden geben kann?

Dazu hat die Initiative Common Grounds DIE BODEN SCHAFFT eingeladen, deren Ziel es ist, die Prinzessinnengärten am Moritzplatz 99 Jahre lang zu erhalten.


22. und 23. September 2019: 2 Komposttage auf dem Tempelhofer Feld




Viele haben den schönen Tag genutzt, um wieder am Komposttag im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten teilzunehmen. Aus den gesammelten Garten- und Küchenresten wurden zwei große Komposthaufen aufgebaut. Innerhalb von einem Tag erreichten sie die für die Hygienisierung erforderliche Temperatur von 60 Grad Celsius und nach einer Woche waren sie bereits dicht von Pilzhyphen und Strahlenpilzen durchzogen - ein gutes Zeichen für eine gelungene Rotte. Mit dem Absinken der Temperatur kann sofort die Besiedelung des Komposts durch die höheren Bodenorganismen und die Humusproduktion beginnen.

Da wir nicht alles Material an einem Tag kompostieren konnten, haben wir einen Häcksler ausgeborgt und alle noch verbliebenen Reste am nächsten Tag zerkleinert. Das war auf dem Tempelhofer Feld zwar etwas umständlich, tat der guten Laune aber offenbar keinen Abbruch. Ende Oktober wird es einen weiteren Komposttag für alle Goldmacherinnen geben.


9. und 10. August 2019: Compost Care in der Floating University




Care konzentriert sich auf die in der akademischen Theorie oft vernachlässigten Praktiken des vor- und nachsorgenden Handelns. Im Climate Care Programm der Floating University brachten Künstler*innen, Denker*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Designer*innen aus der ganzen Welt verkörpertes und implizites Wissen durch konkrete Erfahrung an diesem speziellen Ort hervor. Im zweitägigen Workshop Compost Care erfuhren wir - also auch ich und völlig unbeabsichtigt - die Unterschiede zwischen Kompostierung und Fäulnis am eigenen Leib. Wie ekelhaft ein gärender Haufen Küchen- und Holzreste stinken kann, überrascht mich trotz des Wissens darum immer wieder (und es war mir auch peinlich). Ich empfehle diese persönliche Erfahrung allen Freund*innen von Biogas und der Ausbringung von Gärresten auf unsere Äcker. Ein vernünftiges Bodenleben hat sich trotz sofortiger Trocknung und Belüftung auch nach vier Wochen noch nicht eingestellt.

Die traurige Erkenntnis ist: es eignet sich nicht jeder Ort für die Kompostierung. In geschlossenen Systemen kann nicht kompostiert werden, nur in offenen, ausreichend belüfteten Ökosystemen kann ein Austausch zwischen allen Lebewesen - also auch uns und den Bodenorganismen - stattfinden. Aber es war eine starke "Gemeinschaft von Lehrer*innen und Schüler*innen", was ja das eigentliche Ziel einer Universität darstellt (neben der Berücksichtigung ALLER wissenschaftlichen Perspektiven). Dieser Austausch ist die beste Voraussetzung für eine positive Entwicklung eines Standorts. Floating University


29. Juni 2019: Workshop Kompostieren! vom Nabu-Olpe in der Kleingartenanlage am Heiderbaum in Attendorn/Nordrhein-Westfalen




Alles war wunderbar vorbereitet in der Kleingartenanlage am Heiderbaum. Herr Tyla vom Vorstand und Frau Wurm vom Nabu haben ganze Arbeit geleistet. Dafür waren alle Teilnehmer*innen bei über 30°C im Schatten äußerst dankbar und ich konnte mit Zug und Handköfferchen anreisen. Ein Workshop strotzdend vor Eigeninitiative und Kreativität, auch was die Schneidwerkzeuge und Dämmmaterialien betraf. Verpflegung und kühle Getränke gab es auch. Vielen Dank für die tolle Organisation und eine rundum geglückte Veranstaltung! Nabu Nachlese


22. Juni 2019: Komposttag zum ERDFEST auf dem Tempelhofer Feld




DIE BODEN SCHAFFT und der Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten sind Initiativträger*innen des bundesweiten ERDFESTES, das dieses Jahr zum 2. Mal stattfand.

Der Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor bildet eine Oase der Vielfalt auf der weithin stark verdichteten Bodenwüste des ehemaligen Flughafens in Berlin. An diesem strukturarmen Standort stellen wir mehrmals im Jahr einen biologischen Kompost her, der Lebensraum für Bodenorganismen und Futter für Insekten und Vögel bereitstellt und die Grundlage für unsere Ernährung bildet. Wenn wir die Produkte der Natur nachhaltig nutzen wollen, müssen wir gewährleisten, dass sich alle Lebewesen regenerieren können. Nur dann werden auch wir in Zukunft genug zu essen haben.

Dafür müssen wir handeln und die passenden Rahmenbedingungen fordern. Gefeiert haben wir nach der Arbeit mit selbst gebackener Pizza und Musik.


24.-26. Mai 2019: Zu Gast auf Erden




In der GEA Akademie fand „Die Kunst des Kompostierens“ zum ersten Mal als zweitägiges Seminar statt. 25 Teilnehmer*innen mit langjähriger Komposterfahrung oder eigener Landwirtschaft waren ebenso dabei wie unblutige Anfänger*innen. Endlich hatten wir genug Zeit, die Kompostierung umfassend zu besprechen und gleich praktisch umzusetzen.

An einem Tag bauten wir eine 4-5 Meter lange Kompostschlange auf, doch erst als sie sich wieder der Schildkrötenform annäherte, wurde sie richtig heiß. In den großzügigen Räumlichkeiten der GEA Akademie waren wir bestens untergebracht und versorgt. Das Interesse und die Begeisterung der Teilnehmer*innen waren riesig. Eine durch und durch runde Sache, denn darum geht es schließlich: zu tun, was wir wollen, damit es auch in der Wirklichkeit ankommt.

Ich freu´ mich schon auf´s nächste Jahr!


18. Mai 2019: Im Urbanen Garten der Hochschule für Technik und Wirtschaft arbeiten Studierende und Anrainer zusammen




Küchenabfälle lassen sich angeblich nicht in größeren Mengen sammeln, ohne dass sie zu faulen und stinken beginnen. Dieses Vorurteil konnte experimentell schnell widerlegt werden. Das Ergebnis: keine Gerüche, keine Fliegen und kein Ungeziefer. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann die biologische Kompostierung auch in größerem Maßstab technisch und ökonomisch umgesetzt werden. In verschlossenen Plastikbehältern lässt sich Biogut nicht nachhaltig sammeln.

An einem wunderschönen Tag im Mai haben wir gemeinsam mit Studierenden und Anrainern der Initiative Urban Gardening an der Spree einen Komposthaufen aufgebaut. Im Herbst wird der Kompost fertig sein und kann im darauf folgenden Frühjahr in den Hochbeeten ausgebracht werden. Auf chemische Zusatzstoffe wie "Schnellkomposter" kann in Zukunft getrost verzichtet werden.


4. Mai 2019: Feierlicher Aufbau unseres Kompostschilds im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten




Endlich haben die Goldmacherinnen auch ein Schild im Garten! Es beschreibt, was guten Kompost ausmacht, wie wir die Heißkompostierung auf dem Tempelhofer Feld organisiert haben und warum wir es überhaupt tun:
„Seit 2012 kompostieren wir im Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor. Wir sammeln und verarbeiten nicht nur unsere Garten-, sondern auch unsere Küchenreste. Dafür haben die Gärtner einen speziellen Sammelbehälter gebaut. Wir treffen uns mehrmals im Jahr, um gemeinsam einen Heißkompost aufzubauen. Das ist wichtige Arbeit, denn wir schließen damit die Stoff- und Strukturkreisläufe. Garten- und Küchenreste sind kein Abfall oder Brennstoff, sondern die einzige Ressource für fruchtbare Böden, die wir haben.“
Das tolle Design stammt von Margherita Scabia und den Aufsteller hat das Repair Café der Röntgenschule in Neukölln aus Recyclingmaterialien gebaut - alles ehrenamtlich, versteht sich.
Vielen Dank Margherita, Claas und Jimmy!


18. April 2019: Die neuen Thermokomposter im Frobengarten und das Ergebnis nach einem Jahr




Am 18 April fand im Frobengarten in Berlin-Schöneberg ein erster Gartenplausch zum Thema Kompostieren statt. Die Gärtner*innen haben vor einem Jahr zwei Thermokomposter für ihren 600 m2 großen Garten gekauft und wollten nun wissen, warum diese nicht wie erwartet kompostierten.

Für die Kompostierung in den Thermokompostern müssen die Materialien genauso aufbereitet und gemischt werden wie für einen Heißkompost, damit sie gut verrotten. Es ist allerdings schwierig, in den Plastikbehältern die Mindesttemperatur von 60°C zu erreichen, damit Krankheitserreger und Unkrautsamen abgetötet werden. Zusätzlich muss der Kompost im Laufe des Jahres mehrmals umgeschichtet werden, da die Belüftung in den Plastikbehältern meistens nicht ausreicht. Das ist keine einfache Aufgabe und löst auch nicht das Problem mit Ratten und anderem Ungeziefer.

Erfahrungen zeigen, dass nur erfahrene Kompostierer*innen mit Thermokompostern gute Ergebnisse erzielen können, allerdings mit mehr Aufwand als beim Garten- oder Heißkompost. Und billig sind die Teile auch nicht. Der einzige Vorteil, den ich sehe: der Garten sieht aufgeräumter aus und man kann nicht sehen, dass die Dinger eigentlich nicht so richtig taugen. Ich kann Thermokomposter aus Plastik nicht empfehlen, aber wer schon mal einen hat, kann ihn ja nutzen. Es ist auf jeden Fall besser, als gar nicht zu kompostieren.

Hier ein guter Artikel zum Thema Thermokomposter von Thomas Hess: So verwenden Sie einen Thermokomposter richtig


7. März 2019: Die französische Ausgabe von Kompostieren! ist erschienen

Von Gärtnerinnen erfuhr ich, dass das Buch „Le Compost Biologique à chaud – une méthode simple et rapide“ in Frankreich bereits erschienen ist. Von außen sieht es ganz anders aus, aber der Inhalt ist derselbe. Voilá!

Foto: Kerstin Stellmacher


6. November 2018: Bioökonomie und Biodiversität: Zweimal Bio - alles gut?


Foto: Unbekannte*r Künstler*in Am Strande im Rostocker Hafen (2018) und die Supermanskulptur von Marcus Wittmers am Jüdischen Museum in Berlin (2010)

Wie kann es gelingen, nachwachsende Rohstoffe zu nutzen und die Artenvielfalt zu erhalten? Nach einem Inputvortrag wurde im anschließenden Worldcafe an der Universität Rostock kontrovers diskutiert, wie biologische Ressourcen nachhaltig bewirtschaftet werden können. Einig waren wir uns insofern, dass die biologische Vielfalt für eine nachhaltige Bioökonomie erhalten werden muss. Wenn wir sie bei der Nachhaltigkeitsbewertung nicht berücksichtigen - und sie wird bisher nicht berücksichtigt - wird aus einer Superidee schnell ein Superflop.
Eine Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Akademie der Nordkirche mit der Agrar- und umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock: Bioökonomie und Biodiversität


20. Oktober 2018: Kompostieren nach dem Jahrhundertsommer

Foto: Kristin Hensel Fotos: Petra Kollmann
2018: drei Monate Hitze und sechs Monate Dürre in Berlin, das sind insbesondere für die Gärtner*innen am Hotspot Tempelhofer Feld verschärfte Bedingungen. Zum Kompostieren nach dem Jahrhundertsommer haben sich an 4 Tagen insgesamt 50 Allmende-Gärtner*innen eingefunden. Besonderer Dank gilt hierfür insbesondere dem Gartenorganisationsteam, das es mit Eigeninitiative und ein bisschen Nachdruck geschafft hat, dem Klimawandel und der fortschreitenden Bodenzerstörung zu trotzen. Dank des fast durchgehend schönen Wetters hatten wir auch bis in den November hinein Zeit, all unsere vertrockneten Gartenreste zu kompostieren. Mit etwas Wässern wird übrigens auch ein Kompost ausschließlich aus vertrockneten Gartenresten heiß!

Und am Ende freut sich eine ganz besonders über "den Schimmel":
Foto: Kristin Hensel


14. Oktober 2018: Die Kunst des Heißkompostierens im Himmelbeet


Foto: Jonathan Kuhlburger
Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um einen Kompost aufzusetzen. Dann ist er auch pünktlich zum Frühjahr fertig. Je später im Jahr der Heißkompost aufgesetzt wird, umso besser muss die Dämmung sein, denn in den Nächten kann es bereits empfindlich kalt werden.
Am 14. Oktober war DIE BODEN SCHAFFT zu Gast im Gemeinschaftsgarten himmelbeet im Wedding. Dort gibt es bereits eine KompostAG, die Heißkompost herstellt. Man wollte allerdings noch etwas mit dem Ort und der Abdeckung experimentieren. Damit der Kompost auch in den kalten Herbstnächten heiß wird, darf er nicht zu klein sein und die Stoffe müssen gut dämmen. Im Himmelbeet Gemeinschaftsgarten haben wir einen alten Teppich verwendet. Wichtig ist, dass die Dämmschicht mindestens 1 Zentimeter dick ist und aus Naturmaterialien besteht. Stoffe aus Kunstfasern oder Styroporplatten funktionieren nachgewiesenermaßen nicht. Nähere Informationen zum Workshop unter himmelbeet


14. August 2018: Lieblingsplätzchen am Kompost


DIE BODEN SCHAFFT hat sich zum Ziel gesetzt, mit den Vorurteilen über Kompost gründlich aufzuräumen. Dein Kompost stinkt und zieht Ungeziefer an? Unserer nicht!

Bei meinem letzten Besuch am Bauernhof Grüna habe ich dieses Arrangement entdeckt: ein Ort der Stille mit Schaukelstuhl gleich neben dem Komposthaufen. Mitten im Sommer bei anhaltender Hitze wohlgemerkt! Eignet sich auch wunderbar zum kurz Innehalten und Nachdenken - über Boden und Nachhaltigkeit zum Beispiel......


24. Juni 2018: Erdfest im Allmende Garten




Mikroorganismen, Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen feiern bei uns tagtäglich ein Erdfest und bilden im Allmende Garten eine Oase der Vielfalt auf dem Tempelhofer Feld. Das Tempelhofer Feld ist ein ehemaliges Flughafengelände im Zentrum Berlins, das der Öffentlichkeit 2011 zugänglich gemacht wurde und seitdem ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in der Stadt ist.

Grundlage für die große Vielfalt im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten ist die neue Erde, die wir seit 2012 selbst herstellen. Über die Kompostierung geben wir den Lebewesen im Boden wieder die Nähr- und Strukturstoffe zurück, die sie als Nahrung und Lebensraum benötigen und die wir ihnen über die Ernte und Nutzung der Pflanzen zwischenzeitlich entnommen haben. Wir gehen davon aus, dass nachhaltiges Wirtschaften erst dann möglich ist, wenn wir die Stoffkreisläufe über die Böden wieder weitgehend schließen und so die Vielfalt aller Lebewesen erhalten können.

An diesem Wochenende fand erstmals bundesweit das >Erdfest< statt. Die neue Initiative möchte eine kulturelle Allmende stiften: ein Gemeingut für eine innovative Naturschutzpolitik und für den demokratischen Wandel hin zu einer lebensfördernden Welt. Hierfür schlägt sie vor, die Beziehung zur Erde neu zu gestalten, indem wir Menschen einen bewussten und achtsamen Umgang miteinander und dem Boden entwickeln.

Das finden wir gut! DIE BODEN SCHAFFT und der Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten beteiligen sich an dieser Initiative. Leider musste das ursprünglich geplante Erdfest am 23. Juni wegen des fehlenden Dachs abgesagt werden, aber am 24. Juni feierten wir trotz Regens unsere diesjährige Komposternte als Komposternte-Dankfest. Während die meisten Gärtner*innen zu Hause blieben, weil sie endlich einmal nicht gießen mussten, informierten sich die Besucher*innen über unsere Arbeit und feierten trotz des schlechten Wetters mit uns.
Nähere Informationen zur Erdfest-Initiative und meine persönliche Rückschau.


21. Juni 2018: Gemeinschaftsgarten himmelbeet muss Fußballhalle weichen


Fete de la Musique im Gemeinschaftsgarten himmelbeet in Berlin-Wedding: tolles Programm, tolle Stimmung, tolles Team! Jonathan ist für den Kompost zuständig, veranstaltet Wurmschnitzeljagden und hat sich in diesem Jahr erstmals am Heißkompost versucht. Nach 3 Wochen war er fertig. Fragt ihn, wie er das geschafft hat. Gratulation!

Nur lange wird es den Garten und den Kompost mit seinen hervorragenden Strukturen leider nicht mehr geben. Im Oktober diesen Jahres läuft der Vertrag des Gemeinschaftsgartens mit der Stadt aus und es wird dort eine neue Fußballhalle gebaut. Ein Angebot für einen neuen Standort im Kiez hat das Team noch nicht erhalten. Wir wünschen viel Glück!

Wie ich eben erfahren habe gibt es noch einmal Aufschub für ein Jahr: Die Zukunft des himmelbeets. Und hier wird ein allgemeines Problem sichtbar: für die Gemeinschaftsgärten fühlt sich niemand zuständig.


14.-27. Juni 2018: Titel Biotop Berlin: die verblüffende Artenvielfalt in der Großstadt im tip Stadtmagazin


"Von alleine" wächst nicht mehr viel am Tempelhofer Feld (siehe Bildvordergrund). Die große Artenvielfalt in der Stadt ist den Bewohner*innen zu verdanken, die tagtäglich mit Liebe und Engagement ihre Gärten für alle pflegen

Mit großer Freude habe ich gesehen, dass der tip die Artenvielfalt in der Stadt zum Schwerpunkt der Ausgabe 13/2018 gewählt hat und habe mir das Heft gleich gekauft. Leider entsteht bei dem Leitartikel „Biotop Berlin: Alle Tiere sind schon da. Die verblüffende Artenvielfalt in der Großstadt“ der Eindruck, dass wir in Berlin kein größeres Naturschutzproblem haben, als den Trockenrasen zu erhalten. Zweifellos sind Trockenrasen ein wichtiges Biotop, das es zu erhalten gilt, aber Trockenrasen werden sich im zuge des Klimawandels weiter ausbreiten und sind aufgrund ihrer Artenvielfalt doch vielmehr in den ländlichen Gebieten mit ihren Monokulturen, Biogasanlagen und Gülleüberschüssen zu fördern. Dass es der Stadt bedarf, um sich an einem Trockenrasen zu erfreuen, ist doch nur ein weiteres Argument für die Erhaltung des Tempelhofer Feldes als wichtigen Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Und die große Artenvielfalt in der Stadt ist gar nicht so verblüffend, wie der Artikel uns Glauben macht. Jedenfalls dann nicht, wenn wir die vielen freiwilligen Bienenzüchter*innen, Baumscheiben- und Balkonbepflanzer*innen, Vogelhaus- und Insektenhotelbauer*innen, Gemeinschafts-, Klein-, Hausgärnter*innen und -kompostierer*innen ebenso liebevoll betrachten wie die Strand-Grasnelke. Der unbezahlten Arbeit dieser Menschen wird in dem Artikel wenig Aufmerksamkeit geschenkt und wenn, dann als "Hobbygärtner", die den Tockenrasen gefährden. Wenn "Städter" Verständnis für den Naturschutz und seine Anliegen aufbringen, ist man in Naturschutzkreisen überrascht. „Natur ist das, was von alleine entsteht“, sagt Rainer Altenkamp vom NABU. Die "verblüffende" Artenvielfalt in Berlin ist aber nicht von alleine entstanden. Auf und in den an Humus verarmten, hochverdichteten und zum Teil verseuchten Stadtböden kann gar nichts mehr „von alleine“ wachsen. Das kann jede*r mit eigenen Augen sehen, der/die von der Stadt (nicht mehr?) versorgten Grünflächen betrachtet, die bereits im Mai diesen Jahres vertrocknet sind. Sie weisen keinerlei Artenvielfalt mehr auf und bieten auch keinen Lebensraum für Wildbienen oder Nahrung für Feldlerchen mehr. Deshalb finden sich auch immer mehr seltene Insekten, Sing-und Raubvögel in den ehrenamtlich betriebenen Gemeinschaftsgärten auf dem Tempelhofer Feld ein.

Artenvielfalt und Natur entstehen heute nicht mehr „von alleine“ und ganz bestimmt nicht in der Stadt. Auf der ganzen Welt gibt es kein "unberührtes Fleckchen Natur“ mehr, das ohne das Zutun der Menschen entstanden ist. Und schon gar nicht ein Trockenrasen auf einem ehemaligen Flugfeld. Wer die Sorge der vielen Menschen in der Stadt und ihre Arbeit für Artenvielfalt und mit Natur nicht wahrnimmt, ernstnimmt und wertschätzt, dem fällt auch wenig zu den wirklich großen Problemen im ländlichen Raum ein. Dort ist der Artenschwund und -verlust infolge der industriellen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft nämlich wirklich eklatant und gar nicht verblüffend. Von einer durch Kreativität und Demokratie geprägten Naturschutzpolitik sind wir in Deutschland allerdings noch sehr weit entfernt. Und ohne die Berücksichtigung und Wertschätzung der Artenvielfalt, die erst durch die Arbeit vieler freiwilliger Naturfreund*innen entsteht, wird es die auch in Zukunft nicht geben.

Zum Artikel Biotop Berlin: die verblüffende Artenvielfalt in der Großstadt


27. Mai 2018: Heißkompost am Bauernhof Grüna


Fotos: Martina Kolarek

Fotos: Sarah Maske
Mit Freunden wollte die Hausgemeinschaft in Teltow-Fläming Erfahrung mit der Heißkompostierung sammeln. Was brauchen wir für einen Heißkompost und was nicht, wie und wann lässt er sich am besten gemeinsam aufbauen und ausbringen? Und reicht, was wir vor Ort haben, und ist es dafür geeignet?
In Grüna wurde der Beweis erbracht, dass ein funktionierender Heißkompost auch in Anwesenheit vieler kleiner Kinder sehr entspannt aufgebaut werden kann. Vielen Dank für diesen schönen Tag!


6. April 2018: Ausflug in die Tate Modern von London


Kunst von Roy Lichtenstein bis Marina Abranovic, von Joseph Beuys bis Damien Hirst, für alle und: FOR FREE: das ist die Tate Modern in London. Ganze Stockwerke widmen sich Themenbereichen wie "Künstler*in und Gesellschaft", "Aktionskünstler*in und ihre Teilnehmer*innen" oder "Lebendige Städte". Dieses Jahr werden Workshops und Diskussionen zum Thema "Produktion" angeboten. Von so einem Kunstverständnis können wir hier in Deutschland nur träumen.......


8. April 2018 14-15 Uhr: Buchpräsentation am Berliner Staudenmarkt

Fotos: Alexa Kretschmer
Tausende Besucher*innen schoben sich bei traumhaftem Wetter über den Berliner Staudenmarkt mit seinen tollen Gärtner*innen und Initiativen. Auch die kulinarischen Genüsse kamen nicht zu kurz. Ein wirklich schönes Event, das zweimal im Jahr stattfindet und dieses Jahr den Schwerpunkt "gesunde und natürliche Erden" hat. Das Buch Kompostieren! war der Buchtipp des Frühjahrs: Vortrag und Diskussion


3. März 2018 10-13 Uhr: Vortrag und Kompostplanung bei Peace of Land

Fotos: Peace of land
Unglaublich, aber wahr: am Samstag um 10 Uhr früh war der Vortragsraum bei Peace of land brechend voll. Nach einem Einführungsvortrag zur Kunst des Kompostierens und den unterschiedlichen Kompostformen und ihren Vorzügen haben wir das Gelände besichtigt und ein umfassendes Konzept für den Humusaufbau erstellt: Peace of Land
Selten so viele interessierte, kompetente und engagierte Bodenschaffer*innen auf einem Haufen erlebt. Wir dürfen gespannt sein, was daraus noch entsteht!


27. Februar 2018: Das Buch Kompostieren! und die ersten künstlerischen Reaktionen darauf

GARTENRESTE SIND KEIN MÜLL! (Lindelies)
Dass es bereits erste künstlerische Reaktionen auf mein Buch gibt, freut mich besonders. Aber auch all die anderen persönlichen Rückmeldungen, die ich erhalten habe, wie: "Ich habe erst jetzt verstanden, was wir hier seit Jahren tun: der Natur das zurück geben, was wir von ihr geborgt und genutzt haben."
Viel Anerkennung findet auch die anschauliche Gestaltung des Buches, bei der sich der Ulmer Verlag viel Mühe gegeben hat. Die zahlreichen Fotos und Illustrationen von Katharina Geist, Winfried Kostka, mir und Susanne Dinkel haben wesentlich dazu beigetragen, dass jeder den Kompostierungsprozess einfach selbst nachvollziehen und in seinem/ihrem Garten umsetzen kann.
Auch hierfür vielen Dank an alle Beteiligte!


21.2.2018: Mischen is possible!

Ich habe die Anleitung zur Heißkompostierung auf vielfachen Wunsch für Anfänger*innen geschrieben. Bei Fortgeschritteneren, die das Buch nicht genau lesen und noch keine praktische Erfahrung mit der Heißkompostierung haben, kann offenbar der Eindruck entstehen, dass für einen Heißkompost ALLE beschriebenen Materialien benötigt werden und getrennt gesammelt und nacheinander aufgeschichtet werden MÜSSEN. Dem ist nicht so.
Beschrieben wird lediglich, was alles auf einen Kompost KANN und auch die Reihenfolge und die Verhältnisse sind Empfehlungen für die Zusammensetzung und Entwicklung eines Heißkomposts im Hinblick auf das Ergebnis. Die Qualität der Komposterde ist insbesondere abhängig von der Qualität der eingesetzten Materialien, dem Verfahren und bei biologischen Prozessen auch immer den Standortfaktoren. Was du also auf deinen Kompost tust, musst du selbst herausfinden und bleibt deine Entscheidung. Die Materialien können selbstverständlich auch gemeinsam in einem hierfür geeigneten Behälter gemischt gesammelt und aufgebaut werden. Entscheidungshilfen zur Auswahl der Materialien, ihrer Sammlung und dem Aufbau findest Du im Text.
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zu den Rezensionen auf dem Fachportal des Ulmer Verlags


18.01.2018: Das Buch Kompostieren! ist erschienen


Im Januar ist das Buch Kompostieren! von Martina im Ulmer Verlag erschienen. Der reich bebilderte Band wirft einen neuen Blick auf den Gartenkompost und seine Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung. In dieser praktischen Bauanleitung stellt sie ein Verfahren vor, mit dem Du ohne Vorwissen, Umsetzen, Geruch, Unkraut und Ungeziefer in Rekordzeit selbst Kompost herstellen kannst und Arbeit, Zeit und Platz in Deinem Garten sparen kannst. Am besten, Du findest selbst heraus, wie´s geht und was Du alles nicht dafür (machen) brauchst. Basierend auf gemeinschaftlichem Wissen und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird so für alle praktisch nachvollziehbar, warum die biologische Vielfalt in unseren Böden für Pflanzen, Tiere, Menschen und den Erhalt unserer Erde unerlässlich ist. Blick ins Buch


16.10.2017: Mehr als 25 Gärtner*innen haben beim letzten Komposttag in diesem Jahr mitgemacht


Beim letzten Komposttag im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld haben mehr als 25 Gärtner*innen mitgemacht. So konnten zwei riesige Kompostmieten aufgebaut werden. Der Kompost hat bereits eine Temperatur von 60°C erreicht und kühlt dann langsam wieder ab, damit alle Tiere aus dem Boden in den Kompost einziehen können. Denn nur ihre große Vielfalt kann unsere Garten- und Küchenreste in Humus umwandeln. Unkrautsamen werden durch die Hitze vernichtet und Ungeziefer vertrieben. Bodenorganismen kommen nicht zu Schaden. Der Kompost muss nicht umgesetzt werden und wird bereits im Frühjahr fertig sein. Im Frühjahr 2018 wollen wir unsere Komposternte erstmals feierlich begehen.

Wenn wir so viele sind, brauchen wir auch keine lauten und stinkenden Häcksler und können ausreichend Dünger und Dauerhumus für das nächste Gartenjahr herstellen. Vielen Dank an alle, die beim letzten Komposttag dabei waren oder bedauert haben, dass sie nicht kommen konnten.


Die Welt von unten betrachten - Der Maulwurf macht weiter am HAU

Foto: Dorothea Tuch
Im HAU - dem Theater Hebbel am Ufer in Berlin - findet von 26.9.-8.10.2017 das Festival "Der Maulwurf macht weiter - Tiere/Politik/Performance" statt: "Pelzige Riesentiere rollen Gesteinsbrocken durch ihre Höhle, freuen sich über Regenwürmer, musizieren und kopulieren."
In zahlreichen Veranstaltungen wird gefragt, was der Maulwurf vom Menschen hat und was der Mensch vom Maulwurf. Wie sieht die Welt von unten aus? In Philipp Quesnes Stück "Die Nacht der Maulwürfe" bilden die als klassische Einzelgänger bekannten Maulwürfe eine Gemeinschaft und erfinden neue Formen des Zusammenlebens. Und sie sind nicht bloß Allegorien, sondern Tiere und Menschen zugleich.
Termine


Kompostführungen und Samenkugel Workshops


Es ist nicht so einfach, die richtige Konsistenz für Seedballs zu erwischen. Aber wenn es gelungen ist, lassen sich nicht nur Kugeln, sondern auch allerlei lustige Dinge formen. In unseren Workshops stellen Schüler*innen selbst Samenkugeln her, um die biologische Vielfalt und die Neubildung fruchtbarer Böden in ihrem Lebensumfeld zu fördern. Und Auszubildende und Geflüchtete erfahren mehr über die Bedeutung von Kompost, die unterschiedlichen Herstellungsverfahren und seine Produzent*innen. Nicht allen sind alle Bodenbewohner auf Anhieb geheuer. Schließlich ist ein großer Teil von ihnen unbekannt und wird es auch weiter bleiben. Doch mit etwas Wissen, zum Beispiel dem, dass es ohne sie weder Wald noch Essen gäbe und sie sogar die Klimaerwärmung rückgängig machen könnten, wenn wir Menschen anders handeln und denken würden, gewinnen auch sie mit der Zeit ein paar Sympathiepunkte.


20.5.2017: Kitchen tune - erstmals Kompostierung unserer Küchenabfälle auf dem Tempelhofer Feld


Letztes Jahr haben wir im Garten begonnen, unsere Küchenabfälle zu sammeln und die Handwerker*innen haben einen Spezialbehälter dafür gebaut. Wir wollten wissen, ob auch über den Winter gelagerte Küchenabfälle ausreichend Hitze für die Heißkompostierung entwickeln können. Unser Ergebnis: es hat wunderbar geklappt. Ich danke allen Sammler*innen, Behälterbauer*innen und Kompostierer*innen für die Initiative und großartige Zusammenarbeit in diesem Projekt!


Shit matters: ein Film über das große Geschäft


Georg Liebig und sein Freund Santiago Tascon haben einen tollen Film über eines der wichtigsten Geschäfte unserer Erde gedreht: Shit matters.


Mai bis Oktober 2017: Kein Mehr aus Farben ohne Mehr an Leben


Für unsere Kompostführungen bei der Internationalen Gartenausstellung in Berlin haben wir mit Studierenden aus Deutschland und Frankreich einen Heißkompost aufgebaut. Von Mai bis Oktober 2017 besichtigen und besprechen wir mit Schüler*innen die Unterschiede zwischen Garten-, Heiß- und Wurmkompost und beobachten die sichtbaren Stadien der Heißkompostierung mit Becherlupen.


Mai bis Oktober 2017: Seedballs selber machen


Was Samen brauchen, um gut zu wachsen, wissen schon die Kleinsten: Sonne, Erde, Wasser, Luft. Sonne und Luft gibt´s genug - um gute Erde und sauberes Wasser müssen wir uns selbst kümmern. Samenkugeln enthalten eine optimale Mischung aus Erde und Samen, damit sie auch auf schwierigen Böden gut wurzeln und wachsen können. So können Brachflächen begrünt und unsere Städte wieder bunter werden. Von Mai bis Oktober 2017 basteln wir mit Schüler*innen Samenkugeln auf der Internationalen Gartenschau in Berlin.


Jetzt online: Virtueller Kompost für Kids


Mit dem Kompostieren kann man nicht früh genug beginnen. Das Haus der kleinen Forscher hat ein Kompostspiel für 6-10jährige Kinder entwickelt. So lassen sich spielerisch erste Erfahrungen mit der Kompostierung sammeln: Was kommt auf den Kompost, was nicht? Worauf kommt es bei der Kompostierung an? Und welche Tiere befinden sich im Komposthaufen? Online unter: Konrads Komposthaufen. Gibt´s auch als kostenlose App: Download für Android oder Download für iOS


9.1.2017: Natur, Technik oder Nachhaltigkeit? Über die Kunst des Kompostierens oder was hat das alles mit mir zu tun?
Interaktiver Vortrag am Zentrum für Interdisziplinäre Geschlechterforschung in Kooperation mit dem Techno-Club an der TU Berlin


15.12.2016: Green City und Recycling
Besuch von Studierenden des Fachbereichs Design der Hochschule Krefeld, bei dem es am Beispiel der Kompostierung um die Gestaltung künstlerischer Werke als Produkte von Prozessen und Lebensräumen ging.


4.11.2016: Bodenverbesserung im Winter
Mit Gründüngung, Kompost und Mulchen lässt sich der Boden in der kalten Jahreszeit optimal für die nächste Gartensaison vorbereiten. DIE BODEN SCHAFFT hat dazu ein Seminar bei der Grünen Liga Berlin angeboten.


1.10.2016: Heißkompost im bauerngarten Mette


Ein Komposthaufen - fast so groß wie Max! Und trotz des Regens blieben alle dabei. Zu guter Letzt: Wurm- und Heißkompost glücklich vereint im schönen bauerngarten Mette.


17.9.2016: Kompostvielfalt im Kleingarten


Im Rahmen der Bildungsreihe "(Stadt)gärtnern im Klimawandel" der Humboldt Universität widmeten wir uns der Frage, worauf es beim Kompostieren ankommt und testeten verschiedene Kompostsorten mit allen Sinnen bei den Gartenfreunden Pankow. Danach ging es in die benachbarten Kleingärten zur Kompostbetrachtung. Wir danken allen Gärtner*innen, die ihre Lauben für uns geöffnet haben und insbesondere Eva und Ellen für die Organisation dieser tollen Veranstaltung!


9.9.2016: Permakulturtour im Allmende Kontor


Permakulturinteressierte der Wandelwoche habe uns im Allmende Garten besucht und durften sich zu guter Letzt auch noch richtig die Hände schmutzig machen.


14.8.2016: Kompost-Workshop für Gartenaktivist*innen aus aller Welt

Foto: Kristin Hensel
Im Rahmen eines internationalen Study-Workcamps für zukünftige Gartenaktivist*innen hat uns die Freiwilligenorganisation SCI bei der Kompostierung im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten unterstützt. Am Workshop teilgenommen haben 15 Jugendliche, die in ihren Städten ebenfalls einen Gemeinschaftsgarten aufbauen wollen.


2.7.2016: Sammlung von Küchenabfällen im Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten


Die Handwerker*innen im Allmende Garten haben einen speziellen Behälter zur Sammlung unserer Küchenabfälle gebaut. Sieht ein bisschen aus wie ein Gefängnis, dafür haben Ratten, Mäuse oder anderes Ungeziefer auch keinerlei Chance, an unsere wertvollen Ressourcen zu gelangen. Ein wichtiger Schritt, um durch die Ernte verlorene Nähr- und Spurenstoffe wieder im Garten zu binden. Vielen Dank an alle, die daran beteiligt waren!


25.6.2016: Brot und Rosen : Kunst im Garten



Bei 38 Grad im Schatten zeigten Künstler*innen und Gärtner*innen ihre Positionen zum Thema SATT: Ernährung und Migration im Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor auf dem Tempelhofer Feld: Programm 48 Stunden Neukölln
Beiträge u.a. Schwarmwissen von Götz Naleppa und Kathrin Scheurich, Mediterranean Frequencies von Avi Bohbot, BORTWILD: Der Freistaat Pömpsbüttel von bernoh und Otto & Ich: alte Texte von Otto Nebelthau und neue Lieder von DIE BODEN SCHAFFT
Wir danken allen, die mitgemacht haben!


25.6.2016 16-21h im Rahmen des Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln:


SATT ist das Thema des diesjährigen Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln und der interkulturelle Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor nimmt mit "Brot und Rosen: Kunst im Garten" erstmals daran teil! Bitte auf unser Programm klicken!

Seit 5 Jahren gibt es nun das Allmende Kontor auf dem Tempelhofer Feld. Mit seinen über 250 Beeten und 500 Gärtner*innen ist der selbstverwaltete Garten an dem besonderen Ort nun selbst zu einem einmaligen Kunstort geworden.
Gärtner*innen und Künstler*innen zeigen gemeinsam verschiedene Positionen zu Ernährung und Migration. Der Veranstaltungstitel "Brot und Rosen" bezieht sich auf einen Streik vor mehr als 100 Jahren, bei dem sich Textilarbeiter*innen aus über 25 Nationalitäten nicht nur für gerechten Lohn (Brot), sondern auch für menschenwürdige Lebensbedingungen (Rosen) einsetzten. Es war übrigens der erste Streik, bei dem auch gesungen wurde.


12.6.2016 12-17h Heißkompost mit Schaufenster


Im schönen Kinder- und Jugendkulturzentrum „MAXIM“ in Weißensee, das bereits eine vorbildliche Kompostwirtschaft betreibt, haben wir zusätzlich einen Schnellkompost aufgebaut. Damit wir die Vorgänge im Komposthaufen besser beobachten und verfolgen können, hat Lennard ein Schaufenster gebaut, das nach der Heißphase in den Komposthaufen eingebaut wird. Wir sind sehr gespannt!


4.6.2016 11.30-16.30h Wurmkompost Workshop im bauerngarten Mette


Alfred Grand, Inhaber einer ökologischen Wurmfarm in Österreich und Buchautor, baut mit uns passende Wurmkisten für die Anwendung im bauerngarten und zeigt uns, was bei der Pflege beachtet werden muss. Bei der Wurmkompostierung erzeugen Kompost- oder Mistwürmer in speziellen Behältern einen sehr nährstoffreichen Kompost, der schnell pflanzenverfügbar ist. Der bauerngarten Berlin ist Pionier im gemeinschaftlichen Gemüseanbau auf kreisrunden Feldern.


23.5.2016 Der Kompost im Garten der Grünen Liga Berlin ist heiß!

Foto rechts: Ulrich Nowikow
An einem Frühlingstag bauten wir einen Komposthaufen auf, der wie geplant zwei Tage später ideale 63°C erreichte. Drei Teilnehmer*innen haben gleich nach dem Workshop begonnen, das Heißkompostverfahren in ihren Projekten eigenständig umzusetzen. Viel Erfolg dabei und bis auf ein Wiedersehen im September!


21.5.2016 12-17h Heißkompost-Workshop für Erwachsene

Wir starten mit einem Heißkompost-Workshop in einem schön-schattigen Garten in der Nähe des Alexanderplatzes. Dabei lernst Du, wie Du den Kompost aufbaust, damit er von selbst die Temperatur von 60°C erreicht und sich danach schnell zu guter, nährstoffreicher Erde umsetzt. So kannst Du innerhalb kürzester Zeit Deine Küchen- und Gartenabfälle zu fruchtbarem Boden umwandeln, ohne unerfreuliche Gerüche oder den Besuch von Ratten, Mäusen oder anderen Schädlingen. Bereits nach 3 Monaten ist der Kompost fertig und kann zur Bodenverbesserung im Garten eingesetzt werden. Und: dieser Kompost ist nicht nur für den Boden, sondern auch für das Klima gut!
Mehr Informationen unter OFFERS > workshop


23.4.2016 Komposttag im Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor


Hurra, die Kompostsaison auf dem Tempelhofer Feld hat wieder begonnen! Und damit auch unsere Produktion des postfossilen, schwarzen Goldes!


April/Mai 2016 Biotonne oder selbst kompostieren? Haushalte sollten selbst entscheiden!


Unser Biogut: nur verwerten oder machen wir noch was draus?

Seit letztem Jahr sind alle Haushalte in Deutschland dazu verpflichtet, Ihre Bioabfälle über die Biotonne zu entsorgen, außer sie können eine Eigenkompostierung nachweisen. Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass wertvolle Bioressourcen getrennt gesammelt und nicht mehr mit dem übrigen Müll verbrannt oder deponiert werden. Doch leider werden unsere fleißig gesammelten Küchen- und Gartenreste von den öffentlich-rechtlichen Entsorgern zunehmend nicht mehr - wie bisher - kompostiert, sondern zu Biogas verarbeitet. In Berlin wandert mittlerweile der gesamte Inhalt der Biotonne in die neue Biogasanlage der BSR – für den Betrieb ihrer Müllfahrzeuge.
Weiterlesen im aktuellen Raben Ralf auf Seite 7


4.12.2015 DIE BODEN SCHAFFT unter den Besten beim Wettbewerb "BodenWertSchätzen"
In diesem Jahr des Bodens fand der Wettbewerb BodenWertSchätzen des Rates für Nachhaltige Entwicklung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt statt. DIE BODEN SCHAFFT ist unter den Besten 20. Gewonnen im Themenfeld Bildung und Öffentlichkeitsarbeit hat unser Partnerprojekt 2000 m2/mein kleiner Weltacker. Wir gratulieren!


Oktober 2015: Neue Studie zur Bedeutung der Böden für den Klimawandel
Die Studie weist auf die wichtige Bedeutung der Böden für das Klima hin und liefert Grundlagen für eine erforderliche Klima- und Agrarpolitik. Zentrale Aussage: die Regeneration der Böden ist eine wichtige Aufgabe zur Begrenzung des Klimawandels. Sie kann in erster Linie über die Kompostierung, die Permakultur und die Grünlandwirtschaft geschehen. Das war die gute Nachricht.
Die schlechte Nachricht ist: die Bodenerosion schlägt jedes Jahr neue Negativrekorde und der Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen nimmt ständig zu. In verschiedenen Berichten hat die Europäische Kommission bereits die zentrale Rolle gesunder Böden unter extremen Klimabedingungen anerkannt. Zum Beispiel geht damit die Kapazität der Kohlenstoff- und Wasserspeicherung einher, Folgen von Dürren werden gelindert, Überflutungen, Erosion und Desertifikation verhindert. Verbindliche Ziele und Regulierungen wurden jedoch auch im „Paris Protokoll“ nicht formuliert.

Was zu tun ist, steht seit 20 Jahren in der Agenda 21. Wie richtig und wichtig eine regenerative Landwirtschaft ist, beweist nun auch diese Studie. Wie schön Humusaufbau und -erhalt sein kann, zeigen wir Dir. Wer hindert Dich daran, jetzt damit zu beginnen?
Zur Studie von ideaa: Regeneration von Böden und Ökosystemen (deutsche Übersetzung: Save Our Seeds)


7.12.-21.12.2015 Ausstellung Bodenleben - Annie Francé-Harrar in Linz/Österreich


Annie Francé-Harrar war eine österreichische Biologin und Schriftstellerin. Sie schuf mit ihrem zweiten Mann Raoul Heinrich Francé die wissenschaftlichen Grundlagen für die Humus- und Kompostwirtschaft, die sie nach dessen Tod 1943 eigenständig weiterentwickelte. Im Laufe ihres Lebens schrieb sie 47 Bücher, rund 5000 Beiträge in der deutschsprachigen Presse und hielt über 500 Vorträge und Vorlesungen.
Im „Handbuch des Bodenlebens“ fasste Francé-Harrar die wichtigsten Aspekte ihrer direkt am Boden gewonnenen Beobachtungen zusammen. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl der von ihr handgezeichneten Bodenbilder.
Einladung


4.12.2015 17-20 Uhr Richtiges Kompostieren ist aktiver Klimaschutz
Auftaktveranstaltung der Bildungsreihe "(Stadt)gärtnern im Klimawandel" in der Alten Zollgarage im ehemaligen Flughafengebäude Tempelhof.
DIE BODEN SCHAFFT präsentiert sich im "Raum der Möglichkeiten"
Einladung


9.10.2015 16-19 Uhr Seminar Kompost, Gründüngung & Mischkultur - Nachhaltig gärtnern in der Stadt


Wir vergleichen die verschiedenen Formen der Bodenverbesserung und finden so heraus, was am besten zu Eurem Garten/Hof/Balkon in der Stadt passt. Auf dem ehemaligen Friedhofsgelände der Grünen Liga Berlin wollen wir anschaulich vermitteln, wie nachhaltiges Gärtnern in der Stadt aussehen kann. Bitte festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitbringen! Anmeldung über die Grüne Liga Berlin


26.9.2015 12-17 Uhr Komposttag im Gemeinschaftsgarten Allmende Kontor


Gemeinsames Kompostieren auf dem Tempelhofer Feld


7.9.2015 19.00 Regenerative Landwirtschaft – liegt die Lösung der Klima-Krise unter unseren Füßen?


„Put the carbon back in the soil!“ – „Packt den Kohlenstoff zurück in die Erde!“ ist das Motto der regenerativen Landwirtschaft. In den USA ist sie seit Jahren ein stehender Begriff, in Deutschland noch eher Fremdwort. Es geht um eine Landwirtschaft, die mehr Kohlenstoff in den Boden aufnimmt als Kohlendioxid ausstößt. Theoretisch könnten die landwirtschaftlichen Flächen der Erde jährlich mehr Kohlenstoff binden als weltweit von Menschen ausgestoßen wird. Freilich muss der Kohlenstoff auch dauerhaft im Boden verbleiben. Dies gelingt nur mit Methoden des Ökolandbaus, so das Ergebnis zahlreicher Forschungsprojekte des renommierten US-amerikanischen Rodale Institute in den USA, Thailand, Ägypten, Iran und Costa Rica.

Timothy J. LaSalle hat als Direktor des Rodale Institutes das Konzept der regenerativen biologischen Landwirtschaft maßgeblich geprägt. Danach arbeitete er über Jahre mit Howard Buffet in Afrika an der Umsetzung. „Wir werden das Problem des Klimawandels ohne den Boden und seine Kohlespeicherfähigkeit durch Humusaufbau nicht in den Griff bekommen“, sagt LaSalle heute. Er warnt vor allzu einfachen Konzepten der sogenannten „klimasmarten Landwirtschaft“, stellt aber auch klar: „Biologische Landwirtschaft alleine ist auch noch nicht die Lösung“.

Am Montag, den 7. September präsentiert Tim LaSalle um 19 Uhr in der Bundesgeschäftsstelle des NABU (grosser Saal), Charitéstraße 3, 10117 Berlin, Konzept und Forschungsstand der regenerativen biologischen Landwirtschaft und ihre Bedeutung für die Klimaverhandlungen in Paris. Im Anschluss stellt er sich einer hoffentlich lebhaften Debatte. Zu dieser Präsentation und Diskussion laden die Zukunftsstiftung Landwirtschaft, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft und Greenpeace alle Interessierten herzlich ein. Der Vortrag wird auf Englisch gehalten, Flüsterübersetzung ist möglich.


7.9.2015 15.30 - 18.00 Gemeinschaftsgärten als neue Allmenden - Fahrradtour

Fotos: Julia Veras
In der Woche vor dem Kongress für Solidarische Ökonomie und Transformation in Berlin können erfolgreiche Praxisprojekte gegen Spende besucht werden. Mit dem Fahrrad besuchen wir die Gemeinschaftsgärten Allmende Kontor auf dem Tempelhofer Feld, Gleisbeet bei der Warschauer Brücke und TonSteineGärten beim Kunsthaus Bethanien und zeigen, wie die Gärtner*innen ihren Kompost selbst herstellen. Wir tauschen erste Erfahrungen aus und diskutieren die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren. Nähere Informationen zu unserem Workshop findet Ihr auch unter Solikon 2015.


6.9.2015 Transition Marktplatz in der Regenbogenfabrik


Sonst kommen sie mit ihren Fahrrädern zu uns, diesmal kommen wir zu ihnen: auf den Markt der Möglichkeiten von fairbindung - Transition Tours Berlin in der Regenbogenfabrik. Von 15-17 Uhr bietet DIE BODEN SCHAFFT einen Workshop zum Kompostieren, Mulchen und Gründüngen an und zeigt, wie nachhaltiges Gärtnern auch in der Stadt gelingen kann.


Beitrag Sommer 2015: Sandspielen für Große


Die extreme Trockenheit und Dürre in diesem Sommer hat besonders in Berlin und Brandenburg zu großen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Die sandigen und bereits sehr humusarmen Böden der Region können Wasser sehr schlecht speichern und so vertrocknen die Pflanzen viel schneller als auf humusreichen oder lehmigen Böden. Die zunehmende Verdichtung der Böden durch die immer größer werdenden Landmaschinen setzen das Wasserhaltevermögen der Böden zusätzlich herab. Und dass die Bauern in diesem Jahr schon viel früher als sonst auf ihre Mähdrescher steigen, um ihre Ernte vor dem Vertrocknen zu retten, überlässt die Böden bereits im Hochsommer nackt und ungeschützt der Hitze und den großen Regenfällen des Herbstes. Dann bläst der Wind und spült der Regen noch die letzten Reste Humus von den Feldern.

Dafür gibt es nur eine Lösung: Humusaufbau. Denn Dauerhumus hat eine Struktur wie ein Schwamm. Er kann Wasser und Nährstoffe speichern und in den feinen Poren viel Wasser – auch gegen die Schwerkraft und bei großer Trockenheit - im Boden festhalten. Einen verdichteten oder sandigen Boden nur zu bewässern, das bringt nicht viel und versalzt ihn nur. Und mit Humusaufbau kann man zusätzlich noch etwas gegen den Klimawandel tun (siehe Veranstaltung oben am 7. September 2015).

Als ich mir im August ein paar landwirtschaftliche Betriebe in der Region angesehen habe, bin ich stundenlang an großen Maisfeldern und bereits abgeernteten Äckern vorbei gefahren. Und das tat richtig weh. Denn ich weiß: diese Ernte verschwindet vollständig in den Biogasanlagen und nicht in den Mägen von Menschen und Tieren. Nicht einmal ihre Abfälle kommen den Böden zugute. Zwar werden die Gärreste kompostiert, allerdings mit ausgesprochen minderwertigem Ergebnis (im Vergleich zu Kompost natürlich, nicht im Vergleich zu nichts). Durch Vergärung und Verflüssigung wird nicht nur die Struktur, sondern auch ein Großteil der Nährstoffe vernichtet, denn sie gelangen nun als Schadstoffe in die Lüfte und Gewässer. Darüber hinaus ist Mais als besonders humuszehrende Feldfrucht bekannt. Deshalb nimmt der Humusgehalt in unseren Böden kontinuierlich ab – vor allem in den landwirtschaftlich genutzten. Und bei Dürre vertrocknen sie in Brandenburg bis in eine Tiefe von 60 cm und sind steinhart. Das führt zu massiven Ernteverlusten in diesem Jahr und zu Strukturproblemen in den kommenden Jahren.

Doch was können die Bauern tun? Alle kämpfen mit den gleichen Problemen. Alle kennen auch die Ursachen und Folgen. Und können doch nichts dagegen tun. Denn Humusaufbau in der Landwirtschaft ist eine langwierige und arbeitsintensive Aufgabe, und Bioenergie ein gutes Geschäft. Für Humus und Humusaufbau gibt es keine Unterstützung, keine Forschung, keine Lehre, keinen Markt. Ja, für viele gibt es noch nicht einmal das Problem. Weil sie es nicht messen (können). Weil sie es nicht wissen (wollen). Weil Humus (noch) keinen Wert hat.

Dabei ist es so einfach zu verstehen. An einem Tag. In einem Sommer. Und so einfach herzustellen. Lasst uns damit beginnen!


22.7.2015 Neuköllner Kompost


Der Kompost auf dem Karl-Marx-Platz ist bereits abgekühlt und beherbergt mittlerweile eine Vielzahl an bodenbildenden Tieren und Mikroorganismen. Wenn ihr die Plane vorsichtig hochhebt, könnt ihr das gut beobachten. So entsteht vor Ort fruchtbarer Boden für unsere Marktfrüchte.


21.7.2015 Der Kompost bei 2000 m2 ist heiß!


Nach einem wunderschönen Nachmittag liegt unser Ergebnis derzeit mit perfekten 62°C am Rande des Weltackers und kann befühlt und bewundert werden. Bereits im Herbst wird der Kompost fertig sein und kann je nach Bedarf die Fruchtbarkeit des Ackers für das nächste Jahr erhöhen. Wie dieser Tag verlaufen ist haben Hannah und Luise auf 2000m2 für Euch beschrieben.


18.7.2015 14-18h Neuer Schnell-Kompost-Workshop und gemeinsames Abendbrot auf dem Weltacker danach
Aus den bisher angefallenen Ackerresten, Euren Küchenabfällen, Holz sowie ein paar mineralischen und pflanzlichen Zusätzen könnt Ihr schnell selbst frische, fruchtbare Erde herstellen. Diesmal auf dem schönen 2000m2-Gelände an der Havel: Anfahrtsbeschreibung
Kostenbeitrag pro Teilnehmer*in: 10€. Anmeldung bis zum 10. Juli.


26. und 28.6.2015: Das Unbewertete feiern! Kompostieren beim Kunstfestival 48 Stunden Neukölln


Mitten auf dem Karl-Marx-Platz bauten wir aus mitgebrachten Obst- und Gemüseresten einen Schnell-Kompost-Haufen auf. Leider hat es geregnet und wir hatten weniger Zeit und Material zur Verfügung als erwartet. Dank der darauffolgenden Hitze hat der Haufen dann doch noch die erforderlichen 60°C erreicht und kann vor Ort verbleiben. Bereits im Herbst dieses Jahres wird daraus frische, fruchtbare Erde entstanden sein.
Mit Gesang und Musik gefeiert haben das:
Illute (Stimme, Ukulele, Gitarre), Dorothea Riedel (Stimme, Ukulele), Martina Kolarek (Stimme, Gitarre) und Heike Ebner (Singende Säge).
Nähere Informationen zur Veranstaltung findest du auf unserem Flyer Vorderseite, Flyer Rückseite, in der Presseerklärung und im Programm des Kunstfestivals.
Weitere Kompost-Kunst-Aktionen sind geplant. Wenn Dir gefällt, was wir tun, dann zeige es mit Deiner Spende!
Wir danken allen, die unsere Aktion unterstützt haben!


Celebrating Soil! Celebrating Life!
Zufällig zeitgleich zum Kunstfestival 48 Stunden Neukölln findet in Amsterdam ein Kongress der Vereinten Nationen zu Boden und Bodenleben statt:
Save our Soils


Das Buch zum Allmende-Gärtnern: Die Hauptstadtgärnter


Elisabeth Meyer-Renschhausen hat eine Anleitung zum Urban Gardening mit vielen Tipps vom Allmende Kontor auf dem Tempelhofer Feld geschrieben. Und beim Kompost habe ich auch ein bisschen mitgeholfen......
Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld bei facebook


29.5.2015 Seminar Bodenbeschaffenheit und Bodenverbesserung in der Grünen Liga Berlin


Insbesondere in der Stadt ist die Bodenqualität oftmals nicht zum Ziehen von Gemüse, Kraut und Obst geeignet. Doch woran erkennt man einen guten Boden? Und wie kann ich ihn verbessern?
Wir haben uns die verschiedenen Stadtböden einmal genauer angeschaut und uns darüber unterhalten, was jede*r mit einfachen Mitteln selbst machen kann, um seine Bodenqualität zu erkennen und zu verbessern. Das Seminar fand bei der Grünen Liga Berlin statt.


23.5.2015 Komposternte im Allmende Garten


Unser selbstgemachter Kompost ist sehr nährstoffreich. Die beste Zeit, ihn auszubringen ist, wenn die kleinen Pflanzen schon etwas Wurzeln ausgebildet haben. Außerdem ist es gut, wenn bereits ein neuer Komposthaufen in der Nähe entstanden ist, damit unsere humusbildenden Bodenhelfer*innen ungestört in ihr neues Domizil umziehen können.
Alle, die im letzten Jahr aktiv daran mitgewirkt haben und noch einige andere konnten ihre Beete ausreichend mit frischem, selbst gemachtem Kompost versorgen. Und die Gemeinschaftsbeete noch dazu. Alles in allem war die Komposternte ein Riesenerfolg und die Kinder waren natürlich auch wieder dabei!
Allmende Kontor Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld bei facebook


8.5.2015 fairbindung besucht DIE BODEN SCHAFFT


Gleich bei ihrer ersten Tour in diesem Jahr besuchte uns fairbindung - Transition Tours Berlin im Allmende Garten, um Samenbomben zu bauen und in der ganzen Stadt zu verteilen. Damit auch die entlegendsten Ecken in der Stadt erblühen können! Und ganz nebenbei wurden wichtige Fragen zur Kompostierung und Bodenbeurteilung besprochen.


4.5.2015 Führung 100% Klimaschutz im Allmende Garten


Seit vier Jahren treffen sich Vertreter*innen von Bund und Ländern im Rahmen des Teilprojektes "Masterplan 100% Klimaschutz" regelmäßig, um sich zum kommunalen Klimaschutz auszutauschen. Dieses Jahr besuchten sie den Allmende Garten, um sich über Urban Gardening und die Hürden, die wir im kommunalen Bereich zu überwinden haben, zu erkundigen.


26.4.2015 Kompost-Preview am Weltacker


An einem wunderschönen Tag an der Havel haben wir gemeinsam mit Besucher*innen die erste Planung für das Kompostjahr 2015 am Weltacker gemacht. Damit im nächsten Jahr nicht weniger, sondern mehr auf dem Acker wachsen kann, werden wir den Humusgehalt und die Bodenqualität nachhaltig verbessern. Auch die massenhaft anfallende Quecke stellt bei einer Heißkompostierung kein Problem dar.


25.4.2015 Kompostierung im Allmende Garten



Seit diesem Jahr findet die Gemeinschaftskompostierung im Allmende Garten durch die Gärtner*innen selbst statt: 17 Gärtnerinnen und Gärtner haben sich gleich an unserem ersten Komposttag daran beteiligt. Während der Haufen stetig wuchs, wurden wichtige organisatorische und technische Fragen besprochen, u.a. die optimale Häckselstrategie. Auch die Kinder haben sich dieses Mal wieder daran beteiligt.


17.4.2015 Weltacker-Eröffnung



Kommendes Wochenende werden die ersten Pflanzen auf dem Weltacker an der Havel gesät und gesteckt. Für ein einmaliges Experiment: Ein Jahr lang soll sich ein Mensch von einer 2000m2 großen Fläche ernähren. 2000 m2, das ist die Ackerfläche, die jedem Menschen auf der Welt zum jetzigen Zeitpunkt noch zusteht. Nähere Informationen und die Anfahrt unter Weltacker-Eröffnung 2015. Die Acker- und Küchenreste dieses Experiments werden von DIE BODEN SCHAFFT kompostiert und wieder auf den Acker gebracht, damit auch im nächsten Jahr noch was wächst.


Liebe Leute, heute, am 15. April 2015 startet mein blog auf DIE BODEN SCHAFFT. Das habe ich mir lange gewünscht und ich freue mich sehr, dass es jetzt so weit ist! Ich hoffe, dass ich regelmäßig über Kompost, Boden, unseren Garten sowie Neuigkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kunst berichten kann.
Ich freue mich über jedes Feedback. Martina

legal info Dipl.-Ing. Martina Kolarek, Telefon +49 171 4982673, E-Mail office@die-boden-schafft.de